Presseberichte

Auszug aus der Tageszeitung "Die Rheinpfalz " vom 30.12.2011

 

 

Brand vorsätzlich gelegt

Mehlingen: Polizei hat nach dem Feuer auf dem Fröhnerhof zwei Tatverdächtige im Visier

Der Brand auf dem Fröhnerhof in der Nacht zum 9. Oktober, bei dem die Scheune eines Reiterhofs völlig zerstört wurde, ist auf eine vorsätzliche Brandstiftung zurückzuführen. Die Polizei hat zwei Tatverdächtige im Visier.

Die Ermittlungen seien noch nicht endgültig abgeschlossen, so dass zum jetzigen Zeitpunkt keine näheren Angaben gemacht werden können, erklärte das Polizeipräsidium Westpfalz gestern auf RHEINPFALZ-Anfrage. Die Ermittlungen liefen bereits früh in Richtung Brandstiftung, nachdem ein technischer Defekt und eine Selbstentzündung des in großen Mengen gelagerten Strohs auf dem Reiterhof ausgeschlossen werden konnten.

Der Brand auf dem Fröhnerhof wurde zum Großeinsatz für die Feuerwehreinheiten aus Enkenbach-Alsenborn, Otterberg, Hochspeyer, Weilerbach, Winnweiler und Kaiserslautern, denen ein weithin sichtbarer Feuerschein den Weg wies. Etwa 650.000 Liter Wasser wurden in die Flammen gejagt, über 13 Stunden dauerte der Einsatz in der Nacht. Am folgenden Tag waren noch Nachlöscharbeiten notwendig.

Stroh und etwa 300 Ballen Heu sowie Fahrzeuge und landwirtschaftliche Geräte waren in der Scheune untergebracht. Um Löschwasser an die Brandstelle bringen zu können, richtete die Feuerwehr einen Pendelverkehr zu drei Entnahmestellen in Mehlingen ein. Bereits kurz nachdem die Wehrleute gegen den Brand vorgingen, stürzte die Scheune ein. Auch die auf dem Dach installierte Fotovoltaikanlage wurde zerstört.

Durch ihren Einsatz konnten die Wehren jedoch verhindern, dass der Brand auf andere Gebäude übergriff. Verletzte waren nicht zu beklagen. Aus den Ställen in der Nachbarschaft hatten die Anwohner die Pferde unverletzt in Sicherheit gebracht. Eine Schadenshöhe von 250.000 Euro wurde genannt.

Wegen des Großfeuers war die für 9. Oktober geplante Pfalzmeisterschaft im Holzrücken abgesagt worden. Sie wurde am darauf folgenden Sonntag nachgeholt. Infolge des Großbrands fiel auch der Enkenbacher Kuckuckslauf aus. Die Feuerwehrleute, die die ganztägige Veranstaltung hätten sichern sollen, waren am Brandort gebunden.

Nach wie vor laufen auch Ermittlungen der Polizei wegen Bränden von Strohballen. 180 Ballen Stroh gingen am Nachmittag des 1. Oktober am Friedhof Mehlingen in Flammen auf. In der Nacht zum 12. Oktober verbrannten in Sembach etwa 100 Ballen Stroh auf einem Feld nahe des Sportplatzes. Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde wurde von Kräften aus Hochspeyer, Otterberg sowie der US-Feuerwehr der Housing Sembach unterstützt. Auch die Wehr von Winnweiler stieß dazu, sie kam gerade von einem Heuballenbrand bei Langmeil zurück.

Am Morgen des 12. Oktober brannte ein Geschäft für Jagdbedarf in der Ortsmitte von Alsenborn. Der Schaden: mehrere hunderttausend Euro. Zur Brandentstehung könne hier keine Aussage getroffen werden, so die Polizei. „Die Brandermittler haben lediglich festgestellt, dass ein technischer Defekt als Ursache höchstwahrscheinlich nicht in Frage kommt.” Für eine vorsätzliche Brandlegung habe es keine Hinweise gegeben. Fahrlässigkeit sei zwar nicht ganz auszuschließen, jedoch nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand ebenfalls nicht nachzuweisen. (rs/dre)

Auszug Rheinpfalz 10.10.11

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