Presseberichte

Auszug aus der Tageszeitung "Die Rheinpfalz " vom 08.11.2011

 

 

Ermittlungen zu Unfall dauern

Hochspeyer: Noch kein Blutprobenergebnis

Zum Unfall mit drei Todesopfern am Freitagabend bei Hochspeyer gibt es bisher noch keine weiteren Erkenntnisse. Das Ergebnis der Blutprobe der vermutlichen Unfallverursacherin liegt laut Polizei noch nicht vor, ein Gutachten wird derzeit erstellt. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) will überprüfen, ob am Ort des Unfalls Maßnahmen fällig sind.

Wie mehrfach berichtet, waren am Freitagabend zwei Pkw auf der Umgehungsstraße bei Hochspeyer frontal zusammengeprallt. Eine 60-jährige Frau, die allein in ihrem Fahrzeug Richtung Hochspeyer unterwegs war, war von der Spur abgekommen und auf ein entgegenkommendes Auto mit vier Erwachsenen und einem Kleinkind geprallt. Dabei starben der Fahrer, sein Beifahrer und eine weitere Mitfahrerin. Die vierte Insassin wurde bei dem Unfall schwer, das Kind leicht verletzt. Die Fahrerin des anderen Autos kam ebenfalls mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Die Bundesstraße 37 war über Stunden hinweg voll gesperrt.

Der 60-jährigen Frau wurde nach dem Unfall eine Blutprobe entnommen, die laut Polizei jedoch noch nicht ausgewertet wurde. „Eine Blutprobe wird entnommen bei Verdacht auf Alkohol oder auf Anordnung der Staatsanwaltschaft”, erläuterte gestern Pressesprecherin Christine Lautenschläger. „In diesem Fall hat es die Staatsanwaltschaft angeordnet.”

Die Frau war bereits zuvor in der Mannheimer Straße in Kaiserslautern wegen ihrer unsicheren Fahrweise einem nachfahrenden Mann aufgefallen, der daraufhin die Polizei verständigte. Kurz darauf geschah dann der Unfall. „Dieser Zeuge ist noch nicht gehört worden”, informiert Lautenschläger gestern auf Nachfrage der RHEINPFALZ. Er werde aber in den nächsten Tagen angehört, wenn die ermittelnden Kollegen wieder Schicht haben, die am Wochenende vor Ort waren.

Auch vom beauftragten Gutachten liegen laut Polizeisprecherin noch keine Ergebnisse vor. Einige Tage werde es noch in Anspruch nehmen. Überhöhte Geschwindigkeit hatten jedoch schon die Beamten vor Ort am Freitagabend ausgemacht.

Auf jenes Gutachten wartet auch der Landesbetrieb Mobilität in Kaiserslautern. „Sobald wir den Polizeibericht und die Stellungnahme der Straßenmeisterei vorliegen haben, machen wir einen Ortstermin mit Polizei und Verkehrsbehörde”, kündigt Klaus Schneider an, der zuständige Fachgruppenleiter im LBM.

Doch der Unfall am Freitagabend passierte nicht an der üblichen Gefahrenstelle, der Linksabbiegespur aus Frankenstein. „Dies haben wir als allererstes geklärt, als wir von dem schrecklichen Unfall hörten”, so Schneider. Da zudem offensichtlich überhöhte Geschwindigkeit und vielleicht Alkohol oder gesundheitliche Probleme mit im Spiel waren, geht Schneider eher davon aus, keinen unfallverursachenden Faktor auf der Strecke zu finden. „Aber wir schauen uns das - vermutlich in ein bis zwei Wochen - auf alle Fälle noch einmal vor Ort an, um entscheiden zu können, ob nicht doch irgendwelche Maßnahmen zu ergreifen sind”, versicherte er.

Die Berichte der Polizei gehen in diesen Tagen an die Lauterer Staatsanwaltschaft, die in der Sache weiterermitteln wird. Noch hat der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Bleh jedoch nichts auf seinem Schreibtisch liegen. (gzi)

 

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