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Ermittlungen zu Unfall dauern
Hochspeyer: Noch kein Blutprobenergebnis
Zum Unfall mit drei Todesopfern am Freitagabend bei Hochspeyer gibt
es bisher noch keine weiteren Erkenntnisse. Das Ergebnis der
Blutprobe der vermutlichen Unfallverursacherin liegt laut Polizei
noch nicht vor, ein Gutachten wird derzeit erstellt. Der
Landesbetrieb Mobilität (LBM) will überprüfen, ob am Ort des Unfalls
Maßnahmen fällig sind.
Wie mehrfach berichtet, waren am Freitagabend zwei Pkw auf der
Umgehungsstraße bei Hochspeyer frontal zusammengeprallt. Eine
60-jährige Frau, die allein in ihrem Fahrzeug Richtung Hochspeyer
unterwegs war, war von der Spur abgekommen und auf ein
entgegenkommendes Auto mit vier Erwachsenen und einem Kleinkind
geprallt. Dabei starben der Fahrer, sein Beifahrer und eine weitere
Mitfahrerin. Die vierte Insassin wurde bei dem Unfall schwer, das
Kind leicht verletzt. Die Fahrerin des anderen Autos kam ebenfalls
mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Die Bundesstraße 37 war
über Stunden hinweg voll gesperrt.
Der 60-jährigen Frau wurde nach dem Unfall eine Blutprobe entnommen,
die laut Polizei jedoch noch nicht ausgewertet wurde. „Eine
Blutprobe wird entnommen bei Verdacht auf Alkohol oder auf Anordnung
der Staatsanwaltschaft”, erläuterte gestern Pressesprecherin
Christine Lautenschläger. „In diesem Fall hat es die
Staatsanwaltschaft angeordnet.”
Die Frau war bereits zuvor in der Mannheimer Straße in
Kaiserslautern wegen ihrer unsicheren Fahrweise einem nachfahrenden
Mann aufgefallen, der daraufhin die Polizei verständigte. Kurz
darauf geschah dann der Unfall. „Dieser Zeuge ist noch nicht gehört
worden”, informiert Lautenschläger gestern auf Nachfrage der
RHEINPFALZ. Er werde aber in den nächsten Tagen angehört, wenn die
ermittelnden Kollegen wieder Schicht haben, die am Wochenende vor
Ort waren.
Auch vom beauftragten Gutachten liegen laut Polizeisprecherin noch
keine Ergebnisse vor. Einige Tage werde es noch in Anspruch nehmen.
Überhöhte Geschwindigkeit hatten jedoch schon die Beamten vor Ort am
Freitagabend ausgemacht.
Auf jenes Gutachten wartet auch der Landesbetrieb Mobilität in
Kaiserslautern. „Sobald wir den Polizeibericht und die Stellungnahme
der Straßenmeisterei vorliegen haben, machen wir einen Ortstermin
mit Polizei und Verkehrsbehörde”, kündigt Klaus Schneider an, der
zuständige Fachgruppenleiter im LBM.
Doch der Unfall am Freitagabend passierte nicht an der üblichen
Gefahrenstelle, der Linksabbiegespur aus Frankenstein. „Dies haben
wir als allererstes geklärt, als wir von dem schrecklichen Unfall
hörten”, so Schneider. Da zudem offensichtlich überhöhte
Geschwindigkeit und vielleicht Alkohol oder gesundheitliche Probleme
mit im Spiel waren, geht Schneider eher davon aus, keinen
unfallverursachenden Faktor auf der Strecke zu finden. „Aber wir
schauen uns das - vermutlich in ein bis zwei Wochen - auf alle Fälle
noch einmal vor Ort an, um entscheiden zu können, ob nicht doch
irgendwelche Maßnahmen zu ergreifen sind”, versicherte er.
Die Berichte der Polizei gehen in diesen Tagen an die Lauterer
Staatsanwaltschaft, die in der Sache weiterermitteln wird. Noch hat
der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Bleh jedoch nichts auf seinem
Schreibtisch liegen. (gzi)
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Polizeibericht
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