Kripo sucht weiter nach der Brandursache
Enkenbach-ALSENBORN: Intensive Ermittlungen nach Feuer in
Waffengeschäft
Trotz intensiver Ermittlungen der Kriminalpolizei haben sich
noch keine Anhaltspunkte für die Ursache des Brandes in der
Waffenhandlung in Enkenbach-Alsenborn ergeben. Ein technischer
Defekt durch elektrische Geräte sei aber „mit großer
Wahrscheinlichkeit” auszuschließen, teilte das Polizeipräsidium
Westpfalz gestern auf RHEINPFALZ-Anfrage mit.
Beamte des Fachkommissariats der Kriminaldirektion
Kaiserslautern hatten gestern zusammen mit Brandsachverständigen
des Landeskriminalamts und mit Hilfe eines Brandmittelspürhundes
das Haus in der Burgstraße im Ortsteil Alsenborn durchsucht.
Dort war - wie berichtet - am Mittwochmorgen ein Feuer
ausgebrochen, das nach ersten Schätzungen einen Schaden von
mehreren hunderttausend Euro verursachte. Anfangs war es dabei
zur Detonation von im Geschäft gelagerter Gewehr- und
Pistolenmunition gekommen. Auch Feuerwerkskörper explodierten.
In einem Tresor deponiertes Schwarzpulver konnte rechtzeitig von
Angehörigen der freiwilligen Feuerwehr auf eigenes Risiko aus
der Gefahrenzone gebracht werden, sagte Wehrleiter Otto
Wellstein.
Dabei wurden sie von Kameraden mit „unter Druck stehenden
Strahlrohren gesichert”, so Wellstein weiter. Angehörige der
Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit der Bereitschaftspolizei
räumten schließlich Waffen- und Munitionsbestände aus dem Laden.
Bislang ist lediglich klar, dass das Feuer im hinteren Teil des
Geschäfts in einem Lagerraum ausgebrochen ist. Die Ermittlungen
werden fortgesetzt. Die Polizei sucht jetzt nach Bürgern, die am
Mittwoch gegen 8.30 Uhr im Umfeld des Brandhauses in der
Burgstraße unterwegs waren und dabei Beobachtungen gemacht
haben, die im Zusammenhang mit dem Feuer stehen könnten. Das
Haus ist nach Ansicht von Experten einsturzgefährdet. (rs)
