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Presseberichte
Auszug aus der Tageszeitung "Die Rheinpfalz " vom
13.10.2011
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Waffenhandlung in Flammen
Enkenbach-Alsenborn: Hoher Sachschaden
bei Brand in Geschäftshaus - Bevölkerung wird evakuiert
Von
Hans-Jürgen Vollmer
In einem Geschäft für Jagdbedarf im Enkenbacher Ortsteil
Alsenborn ist gestern Morgen aus noch ungeklärten Gründen ein
Brand ausgebrochen. Anfangs kam es zu zahlreichen Explosionen
von Munition und Feuerwerkskörpern. Feuerwehren aus Stadt und
Landkreis sowie der Katastrophenschutz waren den ganzen Tag mit
Löscharbeiten beschäftigt. In weitem Umkreis mussten Häuser
evakuiert werden.
Kopfschüttelnd verfolgte Hans-Joachim Hensel, wie starker Rauch
aus seinem Geschäftshaus an der Ecke Leininger Straße aufstieg
und Flammen am Dachstuhl züngelten. Der peitschende Knall von
Explosionen war zu hören, als die ersten Männer der Freiwilligen
Feuerwehr der Verbandsgemeinde sich unter schwerem Atemschutz
dem Haus näherten, in fieberhafter Eile Schläuche ausrollten und
die Drehleiter aufbauten.
Zunächst war unklar, was und wo es genau brannte. Der
Geschäftsinhaber, der bei dem Brand leichte Verletzungen
erlitten hat, sagte der RHEINPFALZ: „Zunächst roch ich etwas,
dann sah ich im Verpackungsbereich des Ladens ein kleines
Feuer.” Trotz umgehender Löschversuche konnte Hensel die rasch
um sich greifenden Flammen aber nicht mehr ersticken. „Ich kann
mir nicht erklären, wie es zu dem Feuer kommen konnte”, sagte
er. „Ich war allein im Geschäft.” Und als Nichtraucher habe er
auch nicht mit Feuer hantiert.
Ein Tresor mit Schwarzpulver macht den Einsatzkräften Probleme.
Die Feuerwehr sperrte umgehend die Umgebung weiträumig ab,
Polizisten begannen, Anwohner aus ihren Häusern zu holen. Die
Erste Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt (CDU) - im Landkreis
für den Brand- und Katastrophenschutz zuständig - lebt in
unmittelbarer Nachbarschaft und war deshalb als eine der Ersten
an der Brandstelle. „Ich hörte es knallen und eilte sofort ins
Freie. Da stieg schon dichter Rauch aus dem Gebäude”, schilderte
sie ihre Eindrücke. Und sie wurde auch gleich aktiv: Eigenhändig
begann Heß-Schmidt auf der Straße mit der Umleitung des
Verkehrs.
Nachdem bekannt war, dass in dem Haus noch größere Mengen an
Munition und Feuerwerkskörpern lagerten, wurden Einheiten des
Katastrophenschutzes alarmiert. Sie kümmerten sich unter anderem
um die Betreuung der evakuierten Bürger in der nahe gelegenen
Alsenzhalle. Auch ein Leitender Notarzt rückte zusammen mit dem
Sanitätsdienst an. Kräfte der Wehren aus Hochspeyer, Otterberg
und der Städtischen Feuerwehr Kaiserslautern wurden für die
Löscharbeiten herangezogen, denn im Haus flammten immer wieder
neue Brandherde auf. Um vom Dach aus gezielt das Feuer bekämpfen
zu können, seilten sich schließlich Höhenretter der Städtischen
Feuerwehr von einer Drehleiter direkt über den zerborstenen
Ziegeln ab.
Probleme machte den Einsatzkräften laut Polizei ein Tresor, in
dem auch Schwarzpulver gelagert war. Deshalb wurden kurzfristig
alle Löschkräfte aus dem Hausinnern abgezogen, bis die Lage
genau erkundet worden war. Nach intensiver Kühlung mit Wasser
konnte der Tresor geöffnet und das riskante Material ins Freie
gebracht werden. Schließlich waren rund 100 Feuerwehrleute und
60 Polizeibeamte im Einsatz.
Am späten Nachmittag begann die Wehr, den Dachstuhl des vom
Einsturz bedrohten Anwesens abzutragen. Über Nacht wurde das
Umfeld des Brandobjekts abgesperrt und von Polizeibeamten
gesichert. Heute werde die Kripo ihre Ermittlungen zur
Brandursache mit Unterstützung eines Sachverständigen aufnehmen,
kündigte das Präsidium an. Den Sachschaden schätzte die Polizei
auf mehrere hunderttausend Euro. (rs)


Ein Sachschaden in Höhe von
mehreren hunderttausend Euro entstand gestern beim Brand eines
Geschäftshauses in Alsenborn. Die Löschteams waren mit rund 100
Mann im Einsatz. Da es anfangs zu Explosionen gekommen war,
wurden etliche Bürger vorübergehend in der Alsenzhalle
untergebracht. FOTOS: VOLLMER
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