Scheune brennt lichterloh
Mehlingen: Großbrand auf dem Fröhnerhof - Schaden wird
auf 250 000 Euro geschätzt
Bei einem Großbrand auf dem
Fröhnerhof wurde in der Nacht zum Sonntag die Scheune eines
Reiterhofs völlig zerstört. Nach ersten Schätzungen der Polizei
beträgt der Schaden etwa 250.000 Euro, die Brandursache ist noch
nicht bekannt. Die Nachlöscharbeiten dauerten gestern an, eine
Vielzahl von Einsatzkräften aus dem Landkreis und der Stadt
Kaiserslautern waren im Einsatz.
Weithin sichtbar wies der
Feuerschein in der Nacht den anrückenden Feuerwehreinheiten aus
Enkenbach-Alsenborn, Otterberg, Hochspeyer, Weilerbach,
Winnweiler und Kaiserslautern den Weg. Am Fröhnerhof trafen die
Einsatzkräfte auf die lichterloh brennende Scheune. In dem
Gebäude wurden Stroh und etwa 300 Ballen Heu gelagert. Aus den
Ställen in der Nachbarschaft hatten die Anwohner die Pferde
unverletzt in Sicherheit bringen können.
Um Löschwasser an die
Brandstelle bringen zu können, richtete die Feuerwehr mit ihren
Einsatzfahrzeugen einen Pendelverkehr zu drei Entnahmestellen in
Mehlingen ein. Bereits kurz nachdem die Wehrleute gegen den
Brand vorgingen, stürzte die Scheune ein. Auch die auf dem Dach
installierte Fotovoltaikanlage ging in den Flammen unter.
Im Innern waren mehrere
landwirtschaftliche Fahrzeuge und Geräte untergebracht. Durch
ihren Einsatz konnten die Wehren verhindern, dass der Brand auf
andere Gebäude übergriff. Bis gestern Nachmittag wurden etwa
650.000 Liter Wasser in die Flammen gejagt.
Mit einem Radlader des
Technischen Hilfswerkes wurde das brennende Stroh auf
umliegendes Gelände gebracht und auseinander gezogen. So konnte
es intensiver abgelöscht werden. Für die Wehrleute stellte der
Einsatz eine körperliche Herausforderung dar, die an ihre
Grenzen ging. „Unsere Leute sind erschöpft nach der Schufterei
in beißendem Rauch und bei sengender Hitze nahe am Brandgut”,
berichtete am Nachmittag Enkenbachs Wehrleiter Otto Wellstein
nach fast 13 Stunden Einsatz.
Kreisfeuerwehrinspekteur Hans
Weber aus Landstuhl, seine Stelvertreter Mathias Diederich
(Krickenbach) und Gerwald Wenz (Otterberg) sowie die Erste
Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt informierten sich an der
Brandstelle. Dort kümmerten sich Kräfte der Schnelleinsatzgruppe
des Katastrophenschutzes um die Verpflegung der 85
Einsatzkräfte. Bereits in der herbstlich kühlen Nacht hatte
heißer Kaffee den ehrenamtlichen Helfern gutgetan. Während der
ganzen Zeit stand ein Rettungswagen des DRK mit seiner
Mannschaft vor Ort in Bereitschaft. Sie brauchte musste nicht
eingreifen.
Zur möglichen Brandursache
konnte die Polizei gestern noch keine Angaben machen. Auf dem
Gelände wollte der Fahrsportverein Kaiserslautern-Land gestern
einen Wettkampf um den Titel des Pfalzmeisters im Holzrücken
durchführen. Die Veranstaltung wurde abgesagt. (rs)