Presseberichte

Auszug aus der Tageszeitung "Die Rheinpfalz " vom 10.10.2011

 

 

Scheune brennt lichterloh

Mehlingen: Großbrand auf dem Fröhnerhof - Schaden wird auf 250 000 Euro geschätzt

Bei einem Großbrand auf dem Fröhnerhof wurde in der Nacht zum Sonntag die Scheune eines Reiterhofs völlig zerstört. Nach ersten Schätzungen der Polizei beträgt der Schaden etwa 250.000 Euro, die Brandursache ist noch nicht bekannt. Die Nachlöscharbeiten dauerten gestern an, eine Vielzahl von Einsatzkräften aus dem Landkreis und der Stadt Kaiserslautern waren im Einsatz.

Weithin sichtbar wies der Feuerschein in der Nacht den anrückenden Feuerwehreinheiten aus Enkenbach-Alsenborn, Otterberg, Hochspeyer, Weilerbach, Winnweiler und Kaiserslautern den Weg. Am Fröhnerhof trafen die Einsatzkräfte auf die lichterloh brennende Scheune. In dem Gebäude wurden Stroh und etwa 300 Ballen Heu gelagert. Aus den Ställen in der Nachbarschaft hatten die Anwohner die Pferde unverletzt in Sicherheit bringen können.

Um Löschwasser an die Brandstelle bringen zu können, richtete die Feuerwehr mit ihren Einsatzfahrzeugen einen Pendelverkehr zu drei Entnahmestellen in Mehlingen ein. Bereits kurz nachdem die Wehrleute gegen den Brand vorgingen, stürzte die Scheune ein. Auch die auf dem Dach installierte Fotovoltaikanlage ging in den Flammen unter.

Im Innern waren mehrere landwirtschaftliche Fahrzeuge und Geräte untergebracht. Durch ihren Einsatz konnten die Wehren verhindern, dass der Brand auf andere Gebäude übergriff. Bis gestern Nachmittag wurden etwa 650.000 Liter Wasser in die Flammen gejagt.

Mit einem Radlader des Technischen Hilfswerkes wurde das brennende Stroh auf umliegendes Gelände gebracht und auseinander gezogen. So konnte es intensiver abgelöscht werden. Für die Wehrleute stellte der Einsatz eine körperliche Herausforderung dar, die an ihre Grenzen ging. „Unsere Leute sind erschöpft nach der Schufterei in beißendem Rauch und bei sengender Hitze nahe am Brandgut”, berichtete am Nachmittag Enkenbachs Wehrleiter Otto Wellstein nach fast 13 Stunden Einsatz.

Kreisfeuerwehrinspekteur Hans Weber aus Landstuhl, seine Stelvertreter Mathias Diederich (Krickenbach) und Gerwald Wenz (Otterberg) sowie die Erste Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt informierten sich an der Brandstelle. Dort kümmerten sich Kräfte der Schnelleinsatzgruppe des Katastrophenschutzes um die Verpflegung der 85 Einsatzkräfte. Bereits in der herbstlich kühlen Nacht hatte heißer Kaffee den ehrenamtlichen Helfern gutgetan. Während der ganzen Zeit stand ein Rettungswagen des DRK mit seiner Mannschaft vor Ort in Bereitschaft. Sie brauchte musste nicht eingreifen.

Zur möglichen Brandursache konnte die Polizei gestern noch keine Angaben machen. Auf dem Gelände wollte der Fahrsportverein Kaiserslautern-Land gestern einen Wettkampf um den Titel des Pfalzmeisters im Holzrücken durchführen. Die Veranstaltung wurde abgesagt. (rs)

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