Blinkendes Licht für die Autofahrer
Hochspeyer: Versprochene Maßnahmen auf der Umgehung umgesetzt -
Eventuell demnächst weitere optische Gefahrenhinweise
An der Umgehung Hochspeyer wurde etliches getan, um den
Unfallschwerpunkt zu entschärfen. Wie angekündigt wurden
Warnschilder aufgestellt, die Haltelinie für Linksabbieger wurde
vorgezogen und die Polizei kontrolliert öfter die Geschwindigkeit.
Demnächst kommt wahrscheinlich noch eine blinkende Anzeige hinzu.
Seit dem Bestehen im Sommer 2007 kam es an der Umgehung zu Unfällen.
Meist kollidierten Linksabbieger aus Frankenstein kommend mit dem
entgegen kommenden Geradeaus-Verkehr auf der B37. Nach erneuten
Unfällen innerhalb weniger Tage trafen sich Landesbetrieb Mobilität
(LBM), Kreisverwaltung und Polizei in der vergangenen Woche vor Ort
(die RHEINPFALZ berichtete).
„Sofort am Tag nach dem Ortstermin haben wir die Haltelinie versetzt
und die Schilder aufgestellt", bestätigt Richard Lutz, Leiter des
LBM. Damit die Linksabbieger, die bergan auf der Umgehung anfahren
müssen, einen kürzeren Weg zum Überqueren der Gegenfahrbahn haben,
wurde die Haltelinie um einige Meter nach vorne verschoben.
Außerdem wurden wieder Warnschilder aufgestellt, die schon einmal
dort standen. „In beide Fahrtrichtungen haben wir Schilder
installiert, die auf die Gefahr aufmerksam machen sollen",
beschreibt Lutz. Je ein Ausrufezeichen in rotem Dreieck und darunter
ein weißes Schild mit zwei aufeinander prallenden Autos sollen vor
einer Kollision warnen.
Die dritte Maßnahme ist wahrscheinlich die wirksamste und am
stärksten wahrgenommene: Die Blitzer der Polizei, die nun öfter am
Straßenrand stehen.
Für noch mehr, vor allem dauerhafte Aufmerksamkeit und damit
Verringerung der Unfallzahlen soll ein Verkehrsschild mit
leuchtender Anzeige - einem Display - sorgen. Zwar ist die
Anschaffung noch nicht beschlossen, aber laut Lutz „sehr intensiv
angedacht." Wie dieses Display aussehen soll, steht noch nicht fest.
„Ein blinkendes Tempo-70-Schild wäre eine Variante", schildert Lutz.
Auch ein rot leuchtender Linksabbiegerpfeil sei denkbar, ebenso wie
nur ein Blinklicht: „Moderne Displays können aber sehr viel mehr,
zum Beispiel verschiedenste Bilder einblenden." Solch eine Anlage
koste allerdings auch einiges: „Rund 4000 bis 5000 Euro muss man
dafür hinlegen", sagt der LBM-Leiter. „Zu diesen Kosten kämen noch
jene für die Stromversorgung, zum Beispiel über Sonnenkollektoren."
Eine Anlage, die lediglich das Tempo des passierenden Fahrzeugs
anzeigt, sei deutlich billiger.
Wann solch ein Display aufgestellt sein könnte, vermag Lutz nicht zu
sagen, aber „möglichst schnell". (gzi)

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