Viele Stunden Glutnester bekämpft
IGGELBACH: Waldbrand gestern Nachmittag relativ schnell unter
Kontrolle - Ein Hektar Fläche geschädigt - Kreisstraße 17 gesperrt
Feuerwehren aus mehreren Landkreisen und Neustadt bekämpften gestern
Nachmittag im Wald bei Iggelbach einen Waldbrand, der sich auf etwa
einem Hektar Fläche ausgebreitet hatte. Die Brandursache war gestern
noch nicht bekannt, der wirtschaftliche Schaden hält sich nach
Auskunft des Forstamts Johanniskreuz in Grenzen.
Es
hatte sich am Blattberg, zwischen Iggelbach und Johanniskreuz, ein
Bodenfeuer im Altholz ausgebreitet, bei dem vor allem trockenes
Reisig, das nach einem größeren Hieb in großen Mengen herumlag, und
trockene Blätter brannten. Einen schlimmeren Schaden hätte es
gegeben, wenn das Feuer eine nahe Dickung erreicht hätte, sagte
Forstamtleiter Burkhard Steckel. Dann hätte es wohl ein Vollfeuer
gegeben, das in die Höhe übergegriffen und größeren Schaden
angerichtet hätte. Die Kiefern in dem brennenden Gelände könnten ein
Bodenfeuer durchaus überleben, sagte Steckel.
Der
Amtsleiter berichtete weiter, Forstmitarbeiter hätten in der Gegend
schon am Vormittag leichten Brandgeruch wahrgenommen, trotz der
Suche im Gelände aber kein Feuer entdecken können. Er selbst sei auf
den nicht weit von der späteren Brandstelle entfernten
Schindhübelturm gestiegen, habe aber auch aus der Höhe keinen Rauch
gesehen.
Ein
Hubschrauberpilot hatte das Feuer am Nachmittag beim Überflug
entdeckt und dem Kontrollturm auf dem Flughafen Zweibrücken
gemeldet. Das Personal der Flugkontrolle informierte die
Feuerwehrleitstelle in Landau. Die alarmierte Feuerwehr konnte
allerdings zunächst den Brandherd nicht finden. Die Flugsicherung
bat daraufhin den Piloten, die Brandstelle erneut anzufliegen. Die
detaillierten Angaben des Piloten führten dann dazu, dass die
Feuerwehr die Brandstelle orten konnte.
Im
Einsatz waren Feuerwehren aus allen Richtungen: neben dem Wehren von
Lambrecht bis Elmstein und Iggelbach waren auch Mitglieder der
Neustadter und der Haßlocher Wehr zu Hilfe gerufen worden. Aus dem
Westen war die Feuerwehr Hauenstein ausgerückt. Die vereinten
Einsatzkräfte hatten auch, nachdem der Brand am Nachmittag unter
Kontrolle war, noch lange zu löschen. Denn wegen der Gefahr einer
Ausbreitung des Brandes mussten auch kleinste Glutnester gelöscht
werden. Informationen über verletze Personen lagen gestern nicht
vor.
Burkhard Steckel machte gestern nochmals auf die hohe
Waldbrandgefahr aufmerksam, die derzeit nach der langen Trockenheit
im Wald herrscht. Er habe unter anderem gestern einen Einweggrill im
Wald entdeckt. Das Benutzen solcher Einweggrills im Wald sei
verboten, ebenso das Rauchen und Feuer machen. Einweggrills könnten
sich leicht entzünden. Mit solchen Dingen in dieser Jahreszeit im
Wald zu hantieren, komme nahe an vorsätzliche Brandstiftung, und
„wenn wir jemand damit erwischen, der bekommt eine Anzeige", sagte
der Leiter des Forstamtes.
Die Polizei hatte gestern die Kreisstraße 17 zwischen Iggelbach und
der Bundesstraße 48 gesperrt. Die Ermittlungen wegen der
Brandursache wurden aufgenommen; Angaben dazu waren noch nicht
möglich. (ff)



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22.07.
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23.07.
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