Presseberichte

Auszug aus der Tageszeitung "Die Rheinpfalz " vom 21.07.2010

 

 
 

Viele Stunden Glutnester bekämpft

IGGELBACH: Waldbrand gestern Nachmittag relativ schnell unter Kontrolle - Ein Hektar Fläche geschädigt - Kreisstraße 17 gesperrt

Feuerwehren aus mehreren Landkreisen und Neustadt bekämpften gestern Nachmittag im Wald bei Iggelbach einen Waldbrand, der sich auf etwa einem Hektar Fläche ausgebreitet hatte. Die Brandursache war gestern noch nicht bekannt, der wirtschaftliche Schaden hält sich nach Auskunft des Forstamts Johanniskreuz in Grenzen.

Es hatte sich am Blattberg, zwischen Iggelbach und Johanniskreuz, ein Bodenfeuer im Altholz ausgebreitet, bei dem vor allem trockenes Reisig, das nach einem größeren Hieb in großen Mengen herumlag, und trockene Blätter brannten. Einen schlimmeren Schaden hätte es gegeben, wenn das Feuer eine nahe Dickung erreicht hätte, sagte Forstamtleiter Burkhard Steckel. Dann hätte es wohl ein Vollfeuer gegeben, das in die Höhe übergegriffen und größeren Schaden angerichtet hätte. Die Kiefern in dem brennenden Gelände könnten ein Bodenfeuer durchaus überleben, sagte Steckel.

Der Amtsleiter berichtete weiter, Forstmitarbeiter hätten in der Gegend schon am Vormittag leichten Brandgeruch wahrgenommen, trotz der Suche im Gelände aber kein Feuer entdecken können. Er selbst sei auf den nicht weit von der späteren Brandstelle entfernten Schindhübelturm gestiegen, habe aber auch aus der Höhe keinen Rauch gesehen.

Ein Hubschrauberpilot hatte das Feuer am Nachmittag beim Überflug entdeckt und dem Kontrollturm auf dem Flughafen Zweibrücken gemeldet. Das Personal der Flugkontrolle informierte die Feuerwehrleitstelle in Landau. Die alarmierte Feuerwehr konnte allerdings zunächst den Brandherd nicht finden. Die Flugsicherung bat daraufhin den Piloten, die Brandstelle erneut anzufliegen. Die detaillierten Angaben des Piloten führten dann dazu, dass die Feuerwehr die Brandstelle orten konnte.

Im Einsatz waren Feuerwehren aus allen Richtungen: neben dem Wehren von Lambrecht bis Elmstein und Iggelbach waren auch Mitglieder der Neustadter und der Haßlocher Wehr zu Hilfe gerufen worden. Aus dem Westen war die Feuerwehr Hauenstein ausgerückt. Die vereinten Einsatzkräfte hatten auch, nachdem der Brand am Nachmittag unter Kontrolle war, noch lange zu löschen. Denn wegen der Gefahr einer Ausbreitung des Brandes mussten auch kleinste Glutnester gelöscht werden. Informationen über verletze Personen lagen gestern nicht vor.

Burkhard Steckel machte gestern nochmals auf die hohe Waldbrandgefahr aufmerksam, die derzeit nach der langen Trockenheit im Wald herrscht. Er habe unter anderem gestern einen Einweggrill im Wald entdeckt. Das Benutzen solcher Einweggrills im Wald sei verboten, ebenso das Rauchen und Feuer machen. Einweggrills könnten sich leicht entzünden. Mit solchen Dingen in dieser Jahreszeit im Wald zu hantieren, komme nahe an vorsätzliche Brandstiftung, und „wenn wir jemand damit erwischen, der bekommt eine Anzeige", sagte der Leiter des Forstamtes.

Die Polizei hatte gestern die Kreisstraße 17 zwischen Iggelbach und der Bundesstraße 48 gesperrt. Die Ermittlungen wegen der Brandursache wurden aufgenommen; Angaben dazu waren noch nicht möglich. (ff)

Auszug Rheinpfalz 22.07.

Auszug Rheinpfalz 1 23.07.

Auszug Rheinpfalz 2 23.07.

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