„Schelmenhaus" soll wachsen
Hochspeyer:
Gemeinderat vergibt Planung für Erweiterung des Kindergartens
Ohne
die Stimmen der CDU-Fraktion hat der Gemeinderat Hochspeyer am
Mittwochabend die Fachingenieurleistungen für Umbau und Erweiterung
des kommunalen Kindergartens „Schelmenhaus' an ein Ingenieurbüro
vergeben.
Die
CDU enthalte sich, da nicht geprüft worden sei, ob die gesetzlichen
Anforderungen nicht auch im Bestand hätten verwirklicht werden
können, sagte Fraktionssprecher Gerhard Becker. Ab 1. August haben
alle Kinder ab zwei Jahren Anspruch auf einen Kindergartenplatz. Das
Dach des Kindergartens wird für eine Fotovoltaikanlage vermietet.
Die
PMB Development GmbH möchte im Dienstleistungs- und Gewerbepark
südlich der Erschließungsstraße bauen. Dazu müsste im Bebauungsplan
das Sondergebiet „Einzelhandel" verschoben werden. Der Rat entschied
einstimmig, diesen Schritt einzuleiten. Die Kosten für ein
Änderungsverfahren trage das Unternehmen.
Wie
berichtet, hat die Verbandsgemeinde vor, die Freifläche vor der
Münchhofschule neu zu gestalten. Kommt das Vorhaben zustande, würde
die Bushaltestelle vom Schulhof an die Rosenstraße/Ecke
Kreuzhohlstraße verlegt. Erforderlich wären 80.000 Euro Baukosten
und rund 5500 Euro Planungskosten.
Der
Finanzierungsplan sieht Zuschüsse von rund 68.000 Euro durch das
Land vor. Der Restbetrag wird zu zwei und einem Drittel aufgeteilt.
Rund 11.500 Euro trägt die Verbands- und 5800 Euro die Ortsgemeinde.
Die kommunalaufsichtliche Genehmigung der Kreditmittel sei
telefonisch zugesagt, so Ortsbürgermeister Hans-Norbert Anspach
(SPD).
Die
Sanierung der Rhein-Ruhr-Straße durch eine Hochspeyerer Firma für
rund 32.000 Euro beschloss der Gemeinderat ebenso einstimmig wie die
Vergabe von weiteren Leistungsphasen für den Ausbau der Straße „Heidenhübel".
Die Feuerwehr bleibt zuständig für die Abwehr von Gefahren und
sichere die Gefahrenstelle, doch die Gemeinde müsse Ölspuren
beseitigen, informierte Anspach. Dazu müsse die ein Reinigungsgerät
für etwa 100.000 Euro sowie ausgebildetes Personal in
Rufbereitschaft vorhalten. Der Rat entschloss sich deshalb, mit
einer Fachfirma in Hochspeyer zunächst bis zum 31. Dezember einen
Vertrag abzuschließen.
Die
Resolution des Gemeinde und Städtebundes „Rettungsschirm für
Gemeinden, Städte, Verbandsgemeinden und Landkreise" wurde auf
CDU-Antrag mit zehn Ja-Stimmen bei einer Nein-Stimme und einer
Enthaltung verabschiedet. Die Erneuerung der defekten elektronischen
Schwimmbadsteuerung war für rund 23.000 Euro durch eine
Eilentscheidung vergeben worden. (ibr)
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