Presseberichte

Auszug aus der Tageszeitung "Die Rheinpfalz " vom 29.06.2009

 

 
 

„Das Krachen war ohrenbetäubend"

Hochspeyer/Neuhemsbach: Blitzeinschläge entzünden zwei Häuser und richten großen Schaden an - Keine Verletzten

Blitzeinschläge in zwei Wohnhäuser haben am Samstagnachmittag in Hochspeyer und Neuhemsbach einen geschätzten Schaden von etwa 150.000 Euro angerichtet. Menschen kamen bei den Bränden nicht zu Schaden.

Die Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinden Hochspeyer und Enkenbach-Alsenborn sowie die Städtische Wehr aus Kaiserslautern waren über Stunden hinweg im Einsatz. Dadurch konnten sie noch größere Schäden verhindern. Dennoch ist das betroffene Wohn- und Geschäftshaus in Hochspeyer vorerst nicht mehr bewohnbar. Die auf einen Schlag obdachlos gewordenen Eigentümer kamen in einem Lokal unter.

„Bei mir haben die Wände gezittert. Das Krachen war ohrenbetäubend", schilderte in Hochspeyer ein Anwohner den Moment, als der Blitz einschlug und das Haus entzündete. Um 15.41 Uhr wurde Feueralarm ausgelöst. Der über der Trippstadter Straße stehende Rauchpilz war weithin sichtbar und lockte Schaulustige an.

Die drei Hausbewohner hatten sich beim Eintreffen der ersten Löschmannschaft schon in Sicherheit gebracht. Sie erzählten ebenfalls von einem Knall. Danach seien im Sicherungskasten Flammen aufgelodert.

Die Männer des ersten Angriffstrupps der Hochspeyer Wehr gingen unter schwerem Atemschutz ans Werk. Bei ihrem Eindringen in das Dachgeschoss des zweieinhalbstöckigen Anwesens standen sie einer schwarzen Wand aus Rauch gegenüber und waren enormer Hitze ausgesetzt. „Wir sahen zunächst praktisch keine Flammen und mussten uns vorsichtig vortasten, bis dann schließlich das Feuer schrittweise erkennbar wurde', berichtete einer der Feuerwehrleute. Sein Gesicht war nach dem Einsatz so stark gerötet, als hätte er einen starken Sonnenbrand erlitten.

Mit drei Rohren und einem Wenderohr von der Drehleiter aus versuchte die Wehr, dem Feuer im Außen-und Innenangriff Herr zu werden. Über 40 Kräfte, die mit zwölf Fahrzeugen angerückt waren, kamen zum Einsatz. Er endete für die Letzten erst um 22 Uhr, mehr als sechs Stunden nach dem Beginn des Brands.

Bereits Minuten nach dem Alarm war Bürgermeister Walter Rung zur Einsatzstelle gekommen, wo sich auch die Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt und Ortsbürgermeister Gerhard Scherer einen Überblick verschafften. Der stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteur Mathias Diederich verfolgte den Einsatz. Wehrleiter Kansy-Gündel sprach von einer „reibungslosen effektiven Zusammenarbeit" der Kräfte.

Gestern Vormittag fand nochmals eine Kontrolle der Brandstelle statt, bei der das gesamte Ausmaß der Verwüstung erst deutlich geworden sei, so Kansy-Gündel.

In Neuhemsbach hatte vor dem Vorfall in Hochspeyer ein Blitz in ein Einfamilienhaus am Sionsberg eingeschlagen. Die Bewohner waren zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause. Die im Dach auflodernden Flammen konnten jedoch von der Freiwilligen Wehr der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, die rasch am Brandort war, gelöscht werden, bevor sie um sich greifen konnten. Dennoch entstand auch hier ein Schaden von „einigen tausend Euro", so die Einsatzkräfte. (rs)

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