Lok mit 1000
Litern Dieselöl fängt Feuer
Hochspeyer:
Feuerwehr bringt Schaumteppich aus
Einen
Schaumteppich breitete die Feuerwehr in der Nacht zum Montag auf der
Bahnstrecke bei Hochspeyer aus. Dort war in einer Diesellokomotive
während der Fahrt ein Brand ausgebrochen. Verletzt wurde niemand.
Der Zugverkehr musste sowohl in Richtung Neustadt als auch nach
Kaiserslautern unterbrochen werden.
Kurz hinterm
Bahnhof Hochspeyer bemerkte der Lokführer auf der Fahrt in Richtung
Frankenstein Brandgeruch. Als er nachsah, stellte er starke
Rauchentwicklung und Flammen im Motorraum fest. Seine Versuche, das
Feuer mit einem Pulverlöscher zu ersticken, hatten keinen Erfolg.
Daraufhin wurde die Feuerwehr der Verbandsgemeinde alarmiert, die
mit 27 Kräften und sechs Fahrzeugen ausrückte.
Erst nachdem
die Bahnstrecke gesperrt und die Oberleitung geerdet war, konnte die
Wehr tätig werden. Sie hatte bei ihrer Anfahrt zunächst den genauen
Standort der allein fahrenden Lok in Höhe der Kläranlage Hochspeyer
ausfindig machen müssen. Als die Wehrleute den Motorraum öffneten,
war das Feuer bereits weitgehend erloschen. Immer wieder ging jedoch
ein Funkenregen auf den Gleiskörper nieder. Dazu Wehrleiter Mike
Kansy-Gündel: „Es war wohl in erster Linie ein Schwelbrand." Da die
Lokomotive etwa 1000 Liter Dieselöl mit sich führte, habe man aus
Sicherheitsgründen mit Löschschaum das Umfeld abgedeckt, zumal
letztlich wegen des Funkenflugs die Gefahr einer Entzündung bestand.
Nach Auskunft
der Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern hatten wegen des Vorfalls
acht Züge im Durchschnitt eine Verspätung von 50 Minuten hinnehmen
müssen. Es sei zu drei Teilausfällen von Zügen gekommen. (rs)

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