Presseberichte

Auszug aus der Tageszeitung "Die Rheinpfalz " vom 12.06.2009

 

 
 

B 48 wird ab Montag voll gesperrt

Hochspeyer: Die Arbeiten für die Erneuerung der Versorgungsleitungen beginnen - Ausbau soll bis Ende 2010 dauern

Hochspeyer steht eine große Baustelle bevor. Das Ergebnis wird eine Bundesstraße im Ortskern sein, die verkehrssicherer und ansehnlicher ist. Zudem werden alle Versorgungsleitungen erneuert. Mit Beginn der Bauarbeiten am Montag ist die Ortsdurchfahrt B48 für den Durchgangsverkehr voll gesperrt. Geht alles nach Plan, soll der Ausbau Ende 2010 abgeschlossen sein. Kosten: rund 2,8 Millionen Euro.

Im Boot für den Bau sind der Landesbetrieb Mobilität Kaiserslautern (LBM), der federführend ist, die Verbandsgemeindewerke Hochspeyer, die die Maßnahmen für Wasser-, Abwasser-, Strom- und Gasversorgung koordinieren, die Ortsgemeinde, die die Gehwege herstellen lässt und schließlich die beiden am Bau beteiligten Firmen - die ohne Sommerferien die Arbeiten durchziehen.

Die Bundesstraße 48 entspreche nicht mehr den Anforderungen, so Sebastian Staab, Fachgruppe Bau beim LBM. Auf rund 1,1 Kilometer Länge wird sie deshalb im Vollausbau erneuert. Beidseitig wird es künftig durchgehend Gehwege geben. Einmündungen - wie in die Weiherstraße - werden verbessert, nicht alle Engpässe lassen sich beseitigen, die Straßenbreite variiert deshalb zwischen 5,04 und 6,04 Metern.

Am Ortseingang aus Richtung Johanniskreuz kommend wird die Fahrbahn verschwenkt, um die Geschwindigkeit des Verkehrs zu reduzieren. Hier nutzt der LBM auch die Gelegenheit und lässt die Deckschicht der B48 noch bis zur Abzweigung zur K47 erneuern, zusätzlich kostet das den Bund 500.000 Euro. Vorbereitende Arbeiten sind noch vor den Sommerferien bei halbseitiger Sperrung geplant.

Ein völlig neues Gesicht bekommt Hochspeyers Ortskern in Höhe der Kreuzung B37/B48. Hier werden derzeit zwei Häuser abgerissen, die im Eigentum von Gemeinde und Verbandsgemeinde sind. Die gesamte Fläche sei im Dorferneuerungskonzept überplant, so Bürgermeister Walter Rung. Ein Haus bleibe allerdings noch stehen, dennoch werde hier Platz für weitere Bebauung geschaffen. Einiges getan werde auch in Höhe Kirchplatz und an der Bushaltestelle - insgesamt eine optische Aufwertung des Ortskerns, freut sich Rung.

Neu geordnet wird laut Werkleiter Berthold Becker das Versorgungsnetz Kanal, Strom, Wasser und Gas. Dazu seien umfangreiche Arbeiten notwendig, die den Ablauf der gesamten Maßnahme bestimmen. Die Abwasserleitungen erhalten einen größeren Durchmesser, ein neues Regenüberlaufbecken wird gebaut, die Wasserleitung ist laut Becker über 45 Jahre alt. Freileitungen gehören künftig der Vergangenheit an: Der Strom wird in Erdkabel verlegt. Insgesamt wird die Beleuchtung modernisiert, der Leuchtenabstand verringert. Laut Becker werden alle Hausanschlüsse mitgemacht, die Kosten werden von den Werken übernommen. Nur wo in den Häusern Umbauten nötig sind, müssen diese die Anlieger zahlen.

Bei diesem Aufgabenkatalog tragen die Werke gemeinsam mit der Pfalzgas den größten Anteil der Kosten: 1,5 Millionen Euro. Insgesamt werden rund 2,8 Millionen Euro investiert. Der Bund gibt für die Straße rund 900.000 Euro aus. Die Gemeinde trägt rund 360.000 Euro für den Ausbau der Gehwege. Diese Kosten sind die einzigen, die auf die Anlieger anteilig umgelegt werden.

Die Bauarbeiten sind so umfangreich, dass die Trippstadter Straße während der gesamten Baumaßnahme für den Durchgangsverkehr voll gesperrt wird. Vorgegangen wird in sieben Bauabschnitten. Je nach Stand wird den Anliegern die Zufahrt zu ihren Grundstücken oder Geschäften ermöglicht. Vor Ort im Baubüro bei der VG-Verwaltung wollen LBM und Baufirma ständig vertreten sein, die Bürger können sich auch bei den regelmäßigen Treffen mittwochs um 9 Uhr informieren.

Vorgespräche gab es mit dem Gewerbeverein, da auch die Geschäfte von der Baustelle betroffen sein werden. Für die Schuhmarke habe sich mit dem Umzug in den ehemaligen Spar-Markt ein gute Lösung gefunden, so Walter Rung. Ansonsten seien auch die Geschäfte jederzeit zugänglich.

Für die Zeit der Vollsperrung wurden die Einsatzkräfte für Notfälle informiert, so der Bürgermeister. Feuerwehr und Rettungsdienst in der Nachbarschaft wissen Bescheid, die Alarmierung bleibe wie gewohnt.

Ab Montag gelten Vollsperrung und Umleitung. Der Schwerlastverkehr von Johanniskreuz kommend wird bereits in Höhe Antonihof über die L503 nach Kaiserslautern und von dort über die B37 nach Hochspeyer geführt. Der restliche Lkw-und Pkw-Verkehr wird über die L504 ab dem Stall (Abfahrt Waldleiningen) nach Kaiserslautern und von dort über die B37 nach Hochspeyer umgeleitet. Für den Verkehr von Enkenbach beziehungsweise von Frankenstein kommend mit Ziel Johanniskreuz gilt ebenfalls die Umleitung über Kaiserslautern. (dre)

 

Zurück